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Unter allen Weinbauländern der sogenannten „Neuen Welt“ kann Chile die älteste Geschichte vorweisen. Auf ihren Eroberungszügen brachten bereits die Spanier vor gut 500 Jahren den Rebstock nach Chile, die Mönche, die den spanischen Truppen folgten, hatten ihn im Gepäck, um Wein für ihre kirchlichen Zeremonien anzubauen. So entwickelte sich nach und nach eine blühende Weinkultur.

Die ersten Weingüter der Art, wie wir sie heute kennen entwickelten sich aber erst gegen Ende des 19. Jahrhunderts. Doch dann erhielt die so positive Entwicklung in den 70er Jahren des 20. Jahrhunderts einen starken Dämpfer. Der Weinkonsum im eigenen Land brach derart ein, dass Chile sich kurzfristig überlegt, den Weinbau komplett einzustellen. Doch dazu kam es, und anspruchsvolle Weinfreunde sind dafür sehr dankbar, Gott sei Dank nicht. Der Anbau internationaler Rebsorten wie Sauvignon Blanc, Chardonnay, Cabernet Sauvignon, Merlot oder Syrah, für die sich das chilenische Klima wie auch das Terroir als geradezu ideal erwies, wurde forciert und mit Hilfe international hoch angesehener Önologen vollbrachte Chile ein wahres Wunder: Es zog sich, um es in einem Bild auszudrücken, am eigenen Schopf aus dem Sumpf. Plötzlich glänzte das Land mit exzellenten, viel beachteten Weinen und als dann entdeckt wurde, dass es sich bei der ursprünglich als Merlot angepflanzten Rebsorte um den in Bordeaux so gut wie ausgestorbenen Carmenère handelt, nahm die Erfolgsgeschichte Chiles endgültig rasante Fahrt auf. 

Längst genießen Ikonen wie „Sena“, „Almaviva“ oder der „Clos Apalta“ internationalen Kultstatus, sie zählen nicht nur zu den am höchsten bewerteten Weinen der Welt, sie sind auch so gesucht, dass sie nur sehr schwer zu bekommen sind. Chile hat der Weinwelt so viel zu bieten. Klima und Boden sind hier für den Weinbau wie geschaffen, das Klima ist trocken, die Küstenregionen profitieren dabei von sehr kühlen Luftströmungen vom Pazifik, bedingt durch den kalten Humboldtstrom. Diese Weine sind ungewöhnlich komplex und finessenreich, zugleich aber eher verspielt, sehr elegant und nie schwergewichtig, Chile muss man als Liebhaber großartiger Weine ganz sicher im Auge behalten, denn von hier kommen originelle und authentische Weine, die dem Klischee der „fetten“ Weine aus Übersee einfach nicht gehorchen wollen.

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2018 - ein großer Jahrgang, der Winzer und Weinliebhaber glücklich macht

Der Jahrgang 2018 zauberte ein seliges Lächeln in die Gesichter der Winzer des Andenstaates. Selten hatte man einen derart perfekten Witterungsverlauf erlebt. Das Jahr 2017 war nicht leicht gewesen, obwohl die Spitzenwinzer den einen oder anderen Jahrhundertwein hervorbrachten. 2018 brachten aber der Winter und das Frühjahr ausreichend Regen mit, der den Weinbergen eine gesunde Basis für den weiteren Verlauf lieferte, was in Chile eher selten der Fall ist. Austrieb, Rebblüte und Traubenreife verliefen geradezu perfekt und etwas früher als sonst konnte ein geradezu sensationelles Lesegut eingebracht werden.

Die Weine sind sehr elegant und stecken voller finessenreicher Wendungen bei moderatem Alkohol. Durch ihre Frische versprechen sie in der Nase und am Gaumen durch das Spiel mit der opulenten und komplexen Frucht Spannung. Wenn Sie für Chile bislang nur wenig Interesse entgegenbrachten, sollten Sie diese Haltung, was den Jahrgang 2018 betrifft, auf jeden Fall überdenken.

Persönliche Empfehlung - Chardonnay Isole Olena