»Auf ein Glas« mit Dr. Bertold Salomon vom Weingut Salomon Undhof

»Auf ein Glas« mit Dr. Bertold Salomon vom Weingut Salomon Undhof

In unserer Reihe »Auf ein Glas« stellen wir Ihnen interessante Persönlichkeiten aus der Welt der Weine und Kulinarik vor. Heute kommt Dr. Bertold Salomon vom Weingut Salomon Undhof zu Wort.

1. Bitte stellen Sie sich zu Beginn kurz mit zwei Sätzen vor… Es ist eine ungewöhnliche Konstellation – im Jahr 1995 gründeten meine Frau und ich Salomon Estate in Australien. Wir planten dorthin auszuwandern. Aber 8 Jahre später übergab mir mein Bruder Erich (krankheitsbedingt) sein Weingut SALOMON UNDHOF in Stein a. d. Donau – welches wir nun in 8. Generation leiten.

2. Mein Weg zum Wein war… ich wurde im Jahr 1954 direkt am Weingut im Undhof geboren; da war es rückblickend irgendwie Schicksal, dass ich beruflich in dieser wunderbaren Branche blieb.

3. Was trinken Sie, wenn Sie keinen Wein trinken? Viel Wasser – wenn es gut ist am liebsten aus der Wasserleitung. In der Früh viel Kräutertee, und sonst auch gerne selbst gemachte Gemüsesäfte.

4. Mein erster Wein, an den ich mich erinnern kann, ist… Mein erster Wein, an den ich mich erinnern kann, ist – abgesehen von den Weinen unserer Familie – ein Margaux von Chateau Marquis de Alesme Becker, den ich bei meinem ersten Praktikum in der Weinbranche (Sommer 1972) bei unserem Importeur in Kopenhagen verkostet hatte. Dieser Wein wurde damals übrigens noch dort abgefüllt.

5. Mein Lieblingsessen ist Wiener Tafelspitz mit seinen klassischen Beilagen und dazu trinke ich am liebsten ein Glas Ried Kögl Riesling.

6. Als Aperitif wähle ich immer… „immer“ ist nicht richtig, aber oft einen leichten Grüner Veltliner, im Sommer auch gerne einmal einen Pernod.

7. Das Beste nach einer Weinverkostung ist… zum guten Essen dann die besten Weine von der Verkostung auch zu trinken.

8. Mein schlimmster Weinmoment war… die fürchterlichen Hagelschäden im Juli 2002 in Stein. Alle unsere Weingärten waren betroffen, und die Rebstöcke sahen erbärmlich aus.

9. Mit diesem Menschen würde ich gerne mal einen Wein trinken: Bill Gates.

10. Mein letzter Schluck vor dem Weltuntergang sollte ein Riesling vom Steiner Kögl 1979 sein.

11. Das habe ich aus alten Weinflaschen/Weinfässern selber gebaut/gebastelt: Eigentlich Nichts, aber die leeren Flaschen der Ausnahmeweine sammle ich gerne.

12. Das passt überhaupt nicht zu Wein: Bier, obwohl ein guter Freund von uns immer parallel Wein & Bier trinkt.

13. Das macht unsere Weine besonders:Gehalt, Struktur, und Mineralität sind immer gepaart mit einer gewissen Frische und Leichtigkeit; außerdem das hohe Lagerpotential.