»Auf ein Glas« mit Thomas Pfaffmann

»Auf ein Glas« mit Thomas Pfaffmann

In unserer Reihe »Auf ein Glas« stellen wir Ihnen interessante Persönlichkeiten aus der Welt der Weine und Kulinarik vor. Heute kommt Thomas Pfaffmann vom Weingut Wageck zu Wort.

Bitte stellen Sie sich zu Beginn kurz mit zwei Sätzen vor.

Mein Name ist Thomas Pfaffmann. Ich bin verheiratet, zweifacher Familienvater, Winzer und komme aus dem kleinen Nordpfälzer Örtchen Bissersheim. Mit meinem Bruder Frank leite ich unser Weingut.

Mein Weg zum Wein war…

Vorgegeben. Als 3. Sohn sollte ich, nach Ansicht meiner Eltern, eigentlich was „gescheites lernen“; ich sollte also kein Winzer werden. Aber für mich war und ist dieser Beruf so vielseitig und spannend. Das hat mich fasziniert und auch überzeugt in die Fußstapfen meiner Eltern, Großeltern und Urgroßeltern zu treten.

Was trinken Sie, wenn Sie keinen Wein trinken?

Selbstgemachten Traubensaft.

Mein erster Wein, an den ich mich erinnern kann, ist…

Ein 1947er CHAMBOLLE-MUSIGNY L’Héritier Guyot. Ein Pinot Noir, an den ich immer noch denken muss. Es ist lange her, aber den vergesse ich nie. (Im Titelbild ist es die erste Flasche von links, die habe ich immer aufgehoben.)

Mein Lieblingsessen ist… und dazu trinke ich am liebsten…

Ich habe viele Lieblingsessen, aber wenn ich Jakobsmuscheln im Restaurant auf der Karte finde, dann gehören die immer zu meinem Menu. Dazu ein toller Weißburgunder.

Als Aperitif wähle ich immer…

Einen guten Deutschen Sekt, gerne von Volker Raumland.

Das Beste nach einer Weinverkostung ist…

Das Bier danach; so geht es vielen Winzern

Mein schlimmster Weinmoment war…

Da habe ich ehrlich gesagt keinen, oder ich habe ihn verdrängt.

Mit diesem Menschen würde ich gerne mal einen Wein trinken:

Mit diesem Mann hätte ich gerne mal einen Wein getrunken: Louis de Funès – Nur wer einen guten Humor hat, kann auch einen guten Wein machen.

Mein letzter Schluck vor dem Weltuntergang sollte … sein.

Ein Wein von der Domaine de la Romanée Conti.

Das habe ich aus alten Weinflaschen/Weinfässern selber gebaut/gebastelt:

Ich habe mal eine große Kork Pinnwand gebaut während meiner Studienzeit in Geisenheim. Damals war Kork als Verschluss aber auch noch beinahe überall zu finden. Aus Fassdauben werde ich im kommenden Sommer eine Bank für den Garten bauen.

Das passt überhaupt nicht zu Wein:

Passt überhaupt nicht zum guten Wein: Der schnelle Konsum.

Das macht unseren Wein besonders:

Unser kalkgeprägter Boden – er verleiht vor allem unseren Chardonnay und Spätburgundern das gewisse Etwas: Finesse.