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DIE FABELHAFTE WELT DER CANTINA TERLAN

Seit über 100 Jahren erzeugt diese Genossenschaft, die übrigens im Jahr 1893 als erste Terlaner Genossenschaft überhaupt gegründet wurde, überzeugende wie bemerkenswerte Weine, die das qualitative Niveau einer kleinen Boutique-Winery aufweisen. Neben dem extrem hohen qualitativen Anspruch an Erzeugung und Ausbau zeichnen diesen bemerkenswerten Erzeuger ebenso Ruhe und Gelassenheit aus. Dass diese Weine den bedeutenden Weinjournalisten natürlich nicht entgangen sind, ist klar, und die Fährte der Auszeichnungen spricht ohnehin für sich.

DIE CANTINA TERLAN

Alto Adige verfügt über eine große Vielfalt an Rebsorten, von Weißweinsorten wie Riesling, Weißburgunder, Gewürztraminer oder Chardonnay bis hin zu Rotweinsorten wie Vernatsch, Lagrein, Cabernet Sauvignon oder Merlot. Das aber liegt nicht nur am Klima in den Tälern Südtirols oder der perfekt ausgerichteten Weinberge zu Füßen der steilen Bergmassive. Ein wichtiger Faktor sind die Böden, die hier weitaus vielfältiger ausfallen als anderswo. Als sich die Alpen bildeten, schoben sich unterschiedliche Gesteinsarten in- und übereinander und bildeten so ein Mosaik an unterschiedlichsten Bodenformationen, häufig auf nur wenigen Metern. Die Winzer sind Terroir-Spezialisten und wissen sehr genau, welche Rebsorte sich auf welchem Untergrund am wohlsten fühlt. Die Ortschaft Terlan war im ausgehenden 19. Jahrhundert der Schauplatz eines bedeutenden Strukturwandels der Tiroler Weinwelt: die Gründung der Cantina Terlan, deren Weine heute zu den allerbesten in ganz Italiens zählen. 24 Winzer hatten sich zusammengeschlossen, um so der Herrschaft der Großgrundbesitzer zu entgehen. Die Arbeit dieser Winzer sollte die Weinwelt Südtirols ganz beeinflussen, denn waren damals Rotweine vorherrschend und der Weißweinanteil gering, so setzten die Terlaner Winzer auf Weißweine und reduzierten den Rotweinanteil erheblich. Eine sehr maßgebliche Maßnahme, die Nachahmer finden sollte, denn heute werden in Südtirol zu ca. 70% Weißweine erzeugt.

Weitere Weine von Cantina Terlan

»Auf ein Glas« mit Klaus Gasser


In unserer Reihe »Auf ein Glas« stellen wir Ihnen interessante Persönlichkeiten aus der Welt der Weine und Kulinarik vor. Heute kommt Klaus Gasser con Cantina Terlan zu Wort.

Bitte stellen Sie sich zu Beginn kurz mit zwei Sätzen vor.
Mein Name ist Klaus Gasser. Ich bin in der Nähe von Terlan aufgewachsen und habe mich mit 15 Jahren zu einer Ausbildung zum Obst- und Weinbautechniker entschieden. Nach dieser Ausbildung bin ich für sechs Jahre nach Unterfranken gezogen, wo ich Erfahrungen in Weinbau und Kellertechnik gesammelt habe. Seit meiner Rückkehr 1994 arbeite ich für die Kellerei Terlan. Zuerst als Techniker und seit 1996 als Verantwortlicher im Vertrieb und Marketing.

Das macht unseren Wein besonders:
Die drei wichtigsten Attribute für unsere Weine sind Langlebigkeit, Tiefe und Tradition
.

Das vollständige Interview können Sie hier nachlesen.

ALTO ADIGE

Es ist eine atemberaubend schöne Landschaft, spektakulär geradezu – Südtirol, oder Alto Adige, wie die Region seit ihrer endgültigen Zugehörigkeit zu Italien heißt. Viele kennen diese Region eher vom Skiurlaub, wenn die Weinberge mit Schnee bedeckt sind und übersehen dabei, dass es sich hier auch um eine kleine exklusive und vor allen Dingen ausgesprochen hochklassige Weinbauregion handelt. Das offenbart sich im Sommer, wenn in den Ausläufern der steilen und teilweise schroffen Bergmassive die Weinberge in Blüte stehen. Ein magischer Anblick. Weinbau spielte und spielt in Südtirol schon immer eine besondere Rolle. Durch das Tal der Etsch verliefen über Jahrhunderte hinweg die Handelswege nach Norditalien und vor allen Dingen nach Venedig. Und die Reisenden mussten auf ihren beschwerlichen Touren mit Wein versorgt werden. Die Bedingungen im Etschtal mit seinen Seitentälern sind geradezu ideal für Spitzenweinbau. Kalten Wintern stehen warme Sommer gegenüber, beeinflusst vom Mittelmeer, aber auch, weil sich die Wärme in den Tälern staut. Entscheidender für die hohe Qualität der Weine sind aber die hohen Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht. Die sorgen dafür, dass die Trauben langsam reifen und so viele Aromastoffe aufnehmen können, so gewinnen die Weine ihren komplexen Charakter und eine vibrierende, spannungsgeladene Frische. Und die kargen, steinigen aber vielfältigen Böden vor allem jene aus Vulkangestein, sorgen für eine feine Mineralität und einen Abdruck des Terroirs in den Weinen. Alto Adige verfügt über eine große Vielfalt an Rebsorten. Das aber liegt nicht nur am Klima in den Tälern Südtirols oder der perfekt ausgerichteten Weinberge zu Füßen der steilen Bergmassive. Ein wichtiger Faktor sind die Böden, die hier weitaus vielfältiger ausfallen als anderswo. Als sich die Alpen bildeten, schoben sich unterschiedliche Gesteinsarten in- und übereinander und bildeten so ein Mosaik an unterschiedlichsten Bodenformationen, häufig auf nur wenigen Metern. 

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Wenn ein Landstrich gesucht wird, der für flirrendes Licht, mediterranes Lebensgefühl und ein gutes Glas Rosé steht, dann macht niemand der Provence den Spitzenrang streitig. Die Hälfte des Gebiets zwischen Marseille und Nizza an der malerischen Côte d’Azur wird für die Herstellung von formidablen Rosé-Weinen genutzt. Insbesondere die Réserve- und Cru-Classé-Qualitäten sind überragend.
In der kleinen, exklusiven Region Brunello di Montalcino, wie in der gesamten Toskana überhaupt, verlief das Jahr 2016 klimatisch betrachtet wie eine Achterbahnfahrt. Zunächst sah es gewiss nicht so aus, als könnte hier einer der größten Jahrgänge der letzten 50 Jahre entstehen – ein Jahrhundertjahrgang. Aber ein warmer, langer und trockener Herbst machten es auf der Zielgeraden dann möglich. Jetzt, wo die Weine allmählich zur Ruhe gekommen sind und ihrer besten Genussreife entgegenschreiten, zeigt sich die ganze außergewöhnliche Dimension dieses Jahrgangs. Dies Weine sind dicht, unglaublich reich strukturiert, extrem komplex - doch dabei frisch und superelegant. Es sind im Gegensatz zu anderen exzellenten Jahrgängen keine Power-Weine, sondern vielmehr reich an Finesse, fi ligran und ungewöhnlich tiefgründig. Dabei verfügen sie über ein enormes Reife- und Lagerungspotential. Von diesen grandiosen Weinen sollte der Italien-Freund auf jeden Fall Flaschen im Keller haben, sie werden einen fast ein Leben lang begleiten. Und sie werden in nächster Zeit ziemlich rasch vom Markt verschwinden, denn die außerordentlichen Qualitäten haben sich längst rund um den Globus herumgesprochen.
Es ist zweifellos eine Landschaft der Gegensätze: Einerseits die großen Champagnerhäuser wie Moët & Chandon oder Veuve Clicquot, die insbesondere für ihre jahrgangslosen »Brut Sans Année« (oder »Non Vintage«) mit der Hilfe vieler Traubenlieferanten ein spezifisches Geschmacksbild verwirklichen – und mit einem bemerkenswerten Marketingetat auf sich aufmerksam machen. Auf der anderen Seite beherbergt die Region rund um Reims und Épernay kleine Winzer, die auf wenigen Hektar Pinot Noir, Chardonnay und Pinot Meunier anbauen und ihre Weine selbst füllen – und sei es auf zwei Hektar, die schon den Urgroßeltern gehörten. Aus solcherart Tradition erwächst eine tiefe Kenntnis der Lagen, der Böden und der Rebsorten – in Frankreich unter dem Begriff Terroir subsumiert. Winzer wie Benoit Marguet, Justine Boxler und Cyril Bonnet kennen jeden Quadratzentimeter ihrer Weinberge und bannen den spezifischen Ausdruck ihres Weinguts in die Flasche. Winzerchampagner ist der individuellste Ausdruck einer großartigen Weinregion.