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Château Lafleur

Bekannterweise ist Pomerol ja bis heute nicht in den Genuss einer Klassifikation gekommen wie etwa das Haut-Médoc oder der Nachbar St.-Émilion. Dennoch entstehen hier vergleichbar ganz große Weine auf Augenhöhe mit jenen klassifizierten Regionen, ja manch ein Weinkenner sagt sie könnten in ausgezeichneten Jahren jene klassifizierte Crus sogar übertreffen. Das kleine Pomerol ist die Heimat der gesuchtesten und begehrtesten Weine der Welt, häufig eben auch der am höchsten prämierten. Die besten Pomerol-Weine sind Legenden und Ikonen des Bordelais mit Kultstatus. Und genau zu jenen zählt auch Château Lafleur. In Pomerol ist alles beschaulicher und wesentlich kleiner und unauffälliger als im mondänen Haut-Médoc nahe der Weinmetropole Bordeaux. Gerade einmal etwas über 4 Hektar Weinberge bewirtschaftet Château Lafleur ist dann wohl genau das, was man eine »Boutique-Winery« nennen würde. Dass man Château Lafleur weniger kennt mag am Schlagschatten des berühmten und legendären Château Petrus, mit dem man das Terroir teilt. Es liegt aber sicher auch daran, dass jährlich wegen der kleinen Rebfläche gerade einmal 12.000 Flaschen unter dem Namen Château Lafleur gefüllt werden könne, die dem Château von Kennern und Liebhabern förmlich aus der Hand gerissen werden. Lafleur ist ebenso ein Kult wie Château Petrus oder Château Mouton-Rothschild. 1872 wurde das Château von Henri Greloud gegründet, und bis heute ist es im Familienbesitz und wird vom Ururenkel umsichtig geführt und verwaltet. Dabei kommen Weine heraus die von Robert Parker als »mythisch mit unsterblichem Alterungspotential« beschrieben werden. Wohl dem also der ein paar Flaschen von diesem Nektar ergattern kann.