Tesdorpf Selection - Die Essenz großer Appellationen

Sechs Weine, Ein Gedanke

»Fromm, rechtschaffen und maßvoll« – diese Werte stehen seit 1678 untrennbar mit dem Namen Tesdorpf für ein Weinhandelshaus, das von höchster Qualität und tiefer Leidenschaft geprägt ist. Mit fast 350 Jahren Handelsgeschichte ist es uns von Lübeck aus – dem einst bedeutendsten Weinumschlagplatz des Nordens – gelungen, erlesenste Gewächse mit Genießern weit über die Landesgrenzen hinaus zusammenzuführen. Wir suchen Weine, die von ihrem Terroir, dem Mikroklima und den Menschen dahinter erzählen – handwerkliche Weine, die Momente nicht nur begleiten, sondern erschaffen.

Diese jahrhundertealte Tradition führen wir nun in eine neue Ära. Tesdorpf pflegt seit jeher die Beziehung zu seinen treuen Kunden ebenso wie zu den Visionären hinter den renommiertesten Häusern Europas und der Neuen Welt. Gemeinsam mit ihnen haben wir Weine selektiert, die sensorische Exzellenz, Herkunftstreue und handwerkliches Geschick vereinen. Denn Ausnahmeweine entstehen niemals durch Zufall. Mit der Tesdorpf Selection geben wir unserem Erfahrungsschatz und unserem Streben nach Perfektion eine eigene Bühne: The essence of appellations – veredelt mit dem Tesdorpf’schen Feinschliff.

Entdecken Sie Appellation für Appellation:


Das Tesdorpf Selection Paket


Bourgogne

Einzigartiges Terroir & weltberühmte Weine

Das Burgund – Frankreichs Speerspitze

Das Burgund ist ein Mosaik aus mehr als 1.200 Climats, deren Böden, Hanglagen und Mikroklimata den Charakter der Weine bestimmen. Sein Herzstück bildet die Côte d’Or mit ihren ost- bis südöstlich ausgerichteten Weinbergen zwischen Dijon und Santenay. In 250 bis 350 Metern Höhe erhalten die Reben viel Sonne und bleiben zugleich vor kühlen Westwinden geschützt. Marine Ablagerungen aus der Jurazeit bilden die geologische Grundlage: In der Côte de Nuits entstehen auf hartem Kalkstein strukturierte Pinot Noirs, während mergelreiche Böden der Côte de Beaune Chardonnay mit Mineralität und Spannung prägen. Schon geringe Unterschiede in Hangneigung sowie im Verhältnis von Ton und Kalk verändern den Ausdruck einzelner Parzellen. Diese genaue Gliederung geht auf Zisterzienser und Cluniazenser zurück, die die Eigenschaften der Weinberge bereits im Mittelalter dokumentierten. Das kontinentale Klima birgt Risiken durch Frost und Regen, ermöglicht in den passenden Lagen aber eine langsame Reife. Burgundische Weine verbinden daher klare Frucht, feine Textur und Finesse mit einer Herkunft, die sich präzise im Glas zeigt.

Armand Heitz

Pionier einer neuen Generation

Das Burgund verkörpert wie kaum eine andere Region die absolute Spitzenklasse – und das wegen Winzern wie Armand Heitz. Er ist der Visionär hinter der gleichnamigen Domaine und zählt zu den Pionieren der neuen Winzergeneration im Burgund. Nachdem das Familienanwesen lange Zeit als reine Sommerresidenz diente und die Weinberge verpachtet waren, entschied sich Armand als Erster der Familie für ein Önologiestudium, um das geschichtsträchtige Erbe im Jahr 2013 anzutreten. Bereits 1847 legten seine Vorfahren in Pommard den Grundstein für das Gut und kauften außergewöhnliche Parzellen in den Hanglagen des Burgunds, die sich heute über die gesamte Region erstrecken. Die auf bestem Terroir wachsenden Reben werden nachhaltig und ökologisch bewirtschaftet, um ein gesundes, harmonisches Ökosystem für Mensch und Pflanzen zu schaffen. Im Weinberg wird akribisch gearbeitet und gelesen, um im Keller so wenig wie möglich zu intervenieren und trotzdem den bestmöglichen Ausdruck des Terroirs auf die Flasche zu bringen. Eine Offenheit und Transparenz, die Armand Heitz heute zu einer der wichtigsten Adressen für authentische Burgunder machen.


Sancerre

Der weltweite Maßstab für Sauvignon Blanc

Das Sancerre – die Kunst der Frische

Sancerre liegt am östlichen Rand des Loire-Tals, wo atlantische und kontinentale Einflüsse zusammentreffen. Sonnige Tage fördern die Reife des Sauvignon Blanc, kühle Nächte bewahren seine lebhafte Säure und aromatische Klarheit. Den vielfältigen Ausdruck der Appellation bestimmen drei Bodenarten. Tonreiche Terres Blanches aus Kimmeridge-Mergel bringen dichte, strukturierte Weine mit Tiefe hervor. Auf den flachgründigen, kalkreichen Caillottes entstehen filigrane Gewächse mit heller Frucht und feinem Duft. Die Feuersteinböden nahe der Loire, der sogenannte Silex, speichern Wärme, zwingen die Reben zu tiefen Wurzeln und verleihen den Weinen ihre typische rauchige Würze. Sorgfältige Arbeit in den einzelnen Parzellen und ein zurückhaltender Ausbau lassen diese Unterschiede klar hervortreten. Klassischer Sancerre zeigt Zitrusfrucht, Birne und feine Kräuternoten, ergänzt durch eine kühle, steinige Anmutung. Am Gaumen verbinden sich straffe Säure und konzentrierter Extrakt zu einer präzisen Textur. Der salzige, lange Nachhall macht die kalkige Herkunft ebenso spürbar wie die besondere Spannung, die guten Sauvignon Blanc aus Sancerre prägt.

Henri Bourgeois

Eine Ikone im Sancerre

Die Domaine Henri Bourgeois startete einst mit zwei Hektar und hat sich mittlerweile zu einem der größten und bedeutendsten Betriebe der Loire entwickelt. Die Erfolgsgeschichte wird heute von den Brüdern Arnaud, Lionel und Jean-Christophe fortgesetzt, die das Weingut in dritter Generation weiterführen. Die bis zu 80 Jahre alten Reben erstrecken sich über die Regionen Sancerre und Pouilly-Fumé, wo auf über 120 verschiedenen, von Quarz und Feuerstein geprägten Bodenformationen feinste Sauvignon- Blanc- und Pinot-Noir-Trauben wachsen. Die Parzellen werden nachhaltig und im Einklang mit der Natur sorgfältig bewirtschaftet und bilden mit den Werten »Hingabe, Akribie, Handarbeit« das Fundament für ihre großen, präzisen Weine. Durch intensive Reifekontrolle gelingt es den Brüdern, dem typischen Bourgeois-Stil aus Präzision und schmeichelnder Fülle treu zu bleiben. Durch den schonenden Ausbau in Edelstahl- und Holzgebinden, die im Weingut ausschließlich mittels Gravitation befüllt werden, entwickeln sich diese Gewächse zu Vorzeigeweinen der Loire.


Rheingau

Zwischen Rhein, Reben und Weltklasse-Weinen

Der Rheingau – Tradition und zeitlose Eleganz

Zwischen Wiesbaden und Rüdesheim ändert der Rhein seine Richtung und fließt über weite Strecken von Osten nach Westen. Dadurch öffnen sich die Weinberge nach Süden und erhalten reichlich Sonne. Der breite Fluss speichert Wärme, während der Taunus die Lagen vor kalten Nordwinden schützt. Nächtliche Fallwinde verlangsamen die Reife und bewahren jene klare Säure, die den Riesling der Region prägt. Im östlichen Rheingau sorgen Löss und Mergel für körperreiche Weine mit reifer Frucht und geschmeidiger Textur. Weiter westlich bringen karge Böden, Schiefer und Taunusquarzit straffere Rieslinge mit markanter, oft salziger Mineralität hervor. Eine Besonderheit bildet der Assmannshäuser Höllenberg: Sein wärmespeichernder Phyllitschiefer bietet dem Spätburgunder sehr gute Bedingungen und fördert eine feste Tanninstruktur. Wechselnde Höhen, Ausrichtungen und Böden verleihen jedem Ort ein eigenes Profil. Typische Rheingauer Rieslinge verbinden Steinobst und Zitrusfrucht mit dichtem Extrakt, vertikaler Säure und feinem Schmelz. Der lange, mineralische Nachhall unterstreicht ihre Eleganz, ihre klare Herkunft und das Potenzial, über viele Jahre an Tiefe und Ausdruck zu gewinnen.

Robert Weil

Die Heimat legendärer Rieslinge

Wilhelm Weil führt das Weingut Robert Weil in der vierten Generation und ist eines der bekanntesten Gesichter der deutschen Weinbranche. Sein Anspruch an Spitzenriesling hat das Verständnis für deutsche Weine auf der ganzen Welt geprägt und das Himmelblau der Weil’schen Weine ist ein Qualitätsversprechen, das man schon aus der Ferne identifizieren kann. Schon 1867 erkannte Dr. Robert Weil, Gründer des Weinguts, die Güte des Kiedricher Bergs und kaufte die ersten Parzellen in den örtlichen Hanglagen. Die Lagen sind süd- und südwestlich ausgerichtet, und die Reben wachsen auf Phyllit-Schiefer und lösslehmgeprägten Böden. Die sonnenverwöhnten Weinberge werden von den Fallwinden des Taunus belüftet und von den wasserhaltenden Bodenstrukturen genährt, die es ermöglichen, die Hängezeit der Trauben zu verlängern und schönstes Lesegut hervorzubringen. Diese werden dann schonend gepresst und kühl im Edelstahl und in großen deutschen Holzfässern ausgebaut, um später als fertige Weine zu den großen Klassikern der Welt zu gehören.


Chianti

Der Ausdruck toskanischer Weinkultur

Chianti Classico – das Herz der Toskana im Glas

Das Chianti Classico erstreckt sich über die Hügel zwischen Florenz und Siena. Seine Weinberge liegen auf 200 bis fast 700 Metern Höhe und sind vielfach von Wäldern umgeben. Sonnige Tage lassen den Sangiovese ausreifen, während kühle Nächte seine lebendige Säure, klare Frucht und aromatische Finesse bewahren. Für den Charakter der Weine sind vor allem drei Bodenarten entscheidend. Kalkreicher Alberese verleiht ihnen Struktur, feste Konturen und einen langen Nachhall. Galestro, ein brüchiger Tonmergel, speichert nur wenig Wasser und fördert konzentrierte Frucht sowie mineralische Spannung. Sandsteinreiche Böden bringen weichere, zugänglichere Weine mit feiner Würze hervor. Die wechselnden Höhen und Ausrichtungen schaffen zahlreiche Mikroklimata, weshalb Sangiovese innerhalb der Appellation viele Facetten zeigt. Typisch sind Sauerkirsche, rote Johannisbeere und Veilchen, begleitet von mediterranen Kräutern und einer erdigen Note. Am Gaumen treffen präzise Säure und griffiges Tannin auf eine schlanke, zugleich dichte Textur. Diese Balance gibt den Weinen Frische, Eleganz und Reifefähigkeit – und lässt ihre toskanische Herkunft im Glas klar hervortreten.

Barone Ricasoli

Pionier des Chianti

Umgeben von Weingärten, Olivenbäumen und den für die Toskana so charakteristischen Zypressen liegt Ricasolis Castello di Brolio. Hier wird bereits seit 1141 Weinbaugeschichte geschrieben. Der »Barone di Ferro« (der Eiserne Baron) erfand hier die legendäre Chianti-Formel und legte damit das Fundament für den Erfolg einer ganzen Region. Die Parzellen in den warmen toskanischen Hügeln sind kalkverwöhnt, geprägt von Galestro- sowie Macigno-Sandstein-Einflüssen, und bilden die perfekte Grundlage für besten Sangiovese. Im Keller von des Castello di Brolio wird der Wein im Holz ausgebaut, aber nicht davon beherrscht; mit Fokus auf viel Ruhe und eine geduldige Reife, um die Seele des Weins unverfälscht auf die Flasche zu bringen.


Pauillac

Wo große Weine Geschichte schreiben

Das Pauillac – die Essenz des linken Ufers

Pauillac liegt am linken Ufer der Gironde und zählt zu den wichtigsten Rotweinappellationen des Médoc. Atlantik und Fluss mildern die Temperaturen, verlängern die Reifezeit und ermöglichen dem spät reifenden Cabernet Sauvignon eine gleichmäßige Entwicklung. Prägend sind mächtige Kies- und Schotterterrassen, die einst von der Gironde abgelagert wurden. Ihre kargen Böden speichern tagsüber Wärme, leiten Wasser rasch ab und zwingen die Reben, tief in den lehm- und kalkhaltigen Untergrund vorzudringen. Diese Bedingungen fördern kleine, konzentrierte Beeren und bilden das Fundament für strukturierte, langlebige Weine. Cabernet Sauvignon liefert meist das Rückgrat; Merlot ergänzt Fülle und Schmelz, während Cabernet Franc und Petit Verdot Duft und Würze beisteuern. Typische Pauillacs verbinden Cassis und schwarze Kirsche mit Grafit, Zedernholz und Tabak. Am Gaumen tragen feinkörniges Tannin und eine klare Säure die konzentrierte Frucht. Jung wirken die Weine oft kompakt und zurückhaltend. Mit der Flaschenreife gewinnen sie an geschmeidiger Tiefe, komplexen Aromen und einem langen, mineralisch geprägten Nachhall, ohne ihre klare Struktur zu verlieren.

Pichon Baron

Eine Bordelaiser Ikone!

Château Pichon Longueville Baron zählte bereits lange vor der wegweisenden Klassifikation der Grand Crus von 1855 nicht nur zu den besten Repräsentanten des Pauillac, sondern des gesamten Médoc. Direkt an der Grenze zu den Gemeinden Saint-Estèphe und Saint-Julien sowie in bester Gesellschaft von Gütern wie Château Latour gelegen, hat dieses Gut den Bordeaux-Kult maßgeblich mitgeprägt. Die kiesigen Böden des Pauillac sind extrem karg und wasserdurchlässig, was die alten Reben dazu zwingt, besonders tief zu wurzeln. Zudem speichern sie tagsüber die Wärme der Sonne und halten die Temperatur konstant – die perfekte Basis für vollreife Trauben, die durch perfektioniertes Handwerk zu Bordeaux-Weinen mit Weltruf werden. Im neuen, unterirdischen Keller verschmilzt modernstes Equipment mit jahrhundertealter Tradition, um gemeinsam zukünftige Kultweine zu erzeugen.


Rioja

Wo Trempranillo seine stärkste Ausdruckskraft findet

Die Rioja – die Seele spanischer Weinkultur

Die Rioja folgt dem Lauf des Ebro und wird im Norden von der Sierra de Cantabria geschützt. Während im Westen atlantische Einflüsse überwiegen, prägt das Mittelmeer zunehmend den wärmeren Osten. Besonders die Höhenlagen der Rioja Alta und Rioja Alavesa profitieren von kühlen Nächten, die eine langsame Reife fördern und die Säure der Trauben bewahren. Kalkhaltige Tonböden begrenzen das Wachstum der Reben und verleihen Tempranillo Struktur, Tiefe und eine feine, kreidige Mineralität. Eisenhaltige Lehmböden bringen dagegen kompaktere, fruchtbetonte Weine hervor. Tempranillo bildet traditionell die Grundlage, ergänzt durch Graciano, Garnacha und Mazuelo. Lange Reifezeiten in amerikanischer Eiche prägen den klassischen Stil mit Noten von Vanille, Tabak und Zedernholz. Zugleich rückt heute der Ausdruck einzelner Lagen stärker in den Mittelpunkt. Moderne Rioja-Weine zeigen dunkle Kirsche, Brombeere und würzige Nuancen, getragen von straffer Säure und feinkörnigem Tannin. Das Zusammenspiel aus Höhenlage, Boden und Ausbau verbindet reife Frucht mit Frische, eleganter Textur und einem langen Nachhall – die Grundlage ihrer charakteristischen Balance und Reifefähigkeit.

La Rioja Alta

Ausdruck von Terroir, Reife und Finesse

La Rioja Alta S.A. wird weltweit als absolute Bastion authentischer RiojaKultur verehrt. Seit der historischen Gründung im Jahr 1890 durch visionäre Familien pflegt die Bodega eine tief verwurzelte Handwerkstradition, die in der heutigen Weinwelt wertvoller ist denn je. Es ist ein prestigeträchtiges Haus, in dem die Zeit scheinbar langsamer vergeht. Die Reben wurzeln in hoch gelegenen, kargen Parzellen auf bis zu 600 Höhenmetern; diese exponierten Lagen profitieren von reichlich Sonnenschein und den klimamildernden Einflüssen des Ebro. Ausgebaut werden die Weine in perfekt abgestimmten, eigens produzierten Fässern aus amerikanischer Eiche sowie einer anschließenden Flaschenreife – mit Geduld als wichtigster Zutat.