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brut lieblich trocken
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Rioja

Rioja

Die Rioja ist Spaniens berühmteste Weinbauregion und eine der angesehensten weltweit. Die bekanntesten Weine sind die Reserva und die Gran Reserva aus der Rebsorte Tempranillo. Doch es gibt auch grandiose Weißweine.
 
Im Fokus:

Rioja Wein - Der Weg zum Ruhm

Über viele Jahrzehnte waren die Weine aus der Rioja neben jenen aus dem Jerez-Gebiet und wenigen anderen Ausnahmen die einzigen spanischen Weine, die man außerhalb des Landes kannte. Ihren legendären Ruf haben sich die Winzer der Rioja ab dem ausgehenden 19. Jahrhundert erarbeitet. Die Vorarbeiten dafür liegen jedoch noch weiter zurück. Begründet wurde der Weinbau in römischer Zeit, und wie in so vielen anderen Regionen Europas und in Übersee waren es Klöster, die über Jahrhunderte hinweg für den Weinbau und auch für das Qualitätsmanagement sorgten. Der Rioja kam dabei zugute, dass durch sie der Jakobsweg nach Santiago di Compostela führt. Die Mönche, aber auch die zunehmende Zahl der freien Winzer waren stolz auf ihre Weine. Sie versahen die Weinfässer ab dem Jahr 1560 mit einem einheitlichen Brandzeichen und verordneten sich einen Qualitätsstandard, der 1787 Basis der Real Sociedad Económica de Cosecheros de Rioja wurde, dem königlichen Wirtschaftsverband der Rioja-Winzer. Er wachte fortan über die Qualität der Weine und sollte gleichzeitig den Weinhandel fördern.

Den entscheidenden Weg zum Ruhm der Weine schlug die Region im 19. Jahrhundert ein, in dem einige wegweisende Entscheidungen getroffen wurden. Die erste war der Bau der Eisenbahn, die den Export der Weine aus dem Hinterland wie etwa aus Haro deutlich vereinfachte. Parallel dazu kamen zunehmend französische Einkäufer wie auch Winzer wegen der Reblauskatastrophe in die Rioja, und einige spanische Winzer bildeten sich in Bordeaux fort. So passte sich die Rioja in ihrer Stilistik zunehmend französischen Trinkgewohnheiten an, bewahrte aber die eigenen Rebsorten – im Gegensatz zum benachbarten Navarra, wo der französische Einfluss so weit ging, dass zunehmend Bordeaux-Rebsorten angebaut wurden. Ab den 1870er Jahren entstanden einige bis heute berühmte Weingüter unter der Führung von Männern wie Luciano Murrieta, Camilo Hurtado de Amézaga oder Rafael López Heredia. Sie besaßen so viel Weitsicht, dass sie bereits in vielen ihrer Weingärten reblausresistente Unterlagsreben eingesetzt hatten, bevor die Reblaus das Gebiet erreichte. Im Jahre 1902 wurde auf Basis eines königlichen Erlasses das Weinbaugebiet der Rioja klar umrissen.

Die Weinregion Rioja und ihre Subzonen

Die Weinbauregion Rioja umfasst 65.326 Hektar (Stand: 2020), die sich sowohl in der nordostspanischen Provinz La Rioja als auch in den autonomen Gemeinschaften Baskenland und Navarra befinden. Dabei teilt sie sich in drei Subzonen auf. Die Rioja Alta umfasst 27.347 Hektar, die Rioja Alavesa ca. 13.389 Hektar und die Rioja Oriental, die bis 2018 offiziell Rioja Baja hieß, 24.590 Hektar. Ihren Namen hat die Rioja vom Fluss Rio Oja erhalten, obwohl ein anderer Fluss für die Region viel entscheidender ist. Es ist der Ebro, an dessen Hängen sich über 100 Kilometer hinweg die Weinberge bis zu 40 Kilometer tief im Hinterland befinden. Das Anbaugebiet wird im Norden von der Sierra de Cantabria und im Süden von der Sierra de la Demanda begrenzt.

La Rioja Alta

Diese Subzone liegt komplett in der Provinz La Rioja und ist am stärksten atlantisch geprägt. Die meisten Weinberge liegen höher und sind entsprechend kühler als die Wienberge in den anderen beiden Subzonen. Während in der Ebene am Ebro Schwemmland- und Ablagerungsböden vorherrschen, findet manin den Hügeln vor allem eisenhaltigen Kalkmergel mit Ton- und Lehmauflagen. Das Zentrum der Rioja Alta ist die Stadt Haro, die im 19. Jahrhundert früh an die Eisenbahn angeschlossen wurde und übrigens nach London und Paris die dritte europäische Stadt war, die eine elektrische Straßenbeleuchtung erhielt. Viele, ja die meisten der traditionsreichsten Rioja-Weingüter haben im historischen Bahnhofsviertel von Haro ihren Stammsitz. Eine weitere bedeutende Weinstadt der Region ist Logroño.

Aus der Rioja Alta kommen aufgrund des Klimas und der eisenhaltigen Kalkböden die Trauben mit den dicksten Schalen und der größten Menge an Phenolen, Gerbstoffen und Säuren. So entstehen dort die langlebigsten und die meisten der besten und teuersten Weine.

Rioja Alavesa

Die Rioja Alavesa ist die kleinste der drei Subzonen. Sie befindet sich nördlich des Ebro und somit vollständig auf baskischem Gebiet. Das Klima in den 300 Quadratkilometern ist durchaus noch ähnlich atlantisch geprägt wie das der Rioja Alta, tendenziell aber schon ein wenig wärmer. Die Weingärten liegen hoch, aber nicht ganz so hoch wie die in der Rioja Alta. Sie sind von einem Ton-Kalkgemisch geprägt. Die Landschaft ist etwas lieblicher, der Tourismus stärker ausgeprägt, und neben einigen historischen Kellereien und Orten wie Elcieglo und Laguardia haben manche Weingüter in den 1990er Jahren mit spektakulärer moderner Architektur von sich reden gemacht.

Der Tempranillo präsentiert sich hier in einem etwas leichteren und fruchtbetonteren Stil. Es werden deutlich mehr Weine als Joven (jung) oder als kurz gereifte Crianza ausgebaut.

Rioja Oriental

Was die Gesamtfläche der Subzone Rioja Oriental angeht, so ist sie als östlichsteder drei Zonen etwa so groß wie die beiden anderen zusammen. Die Hektarzahl der Wienberge entspricht aber in etwa der der Rioja Alta. Die Rioja Oriental hieß bis 2018 Rioja Baja. Damit waren die Winzer aber nicht glücklich, weil der Name sich auf die geringere Höhe bezog und somit ein wenig abwertend klang. Die Rioja Oriental wird klimatisch deutlich vom Mittelmeer geprägt, ist also wärmer und trockener als die anderen beiden Zonen. In der Region, deren tonige Böden oft von Eisenoxid durchsetzt sind, steht viel mehr Garnacha Tinta als Tempranillo. Dort entstehen entsprechend wärmere, weichere und auch alkoholreichere Weine und vor allem sehr viel Rosé. Orte wie Alfaro, Aldeanueva, Calahorra und Viana sind nicht nur bekannt für ihre Weine, sondern auch für ihre Gastronomie und für Museen.

Rebsorten und Weintypen

In der Rioja gibt es 14 zugelassene Rebsorten. Bei den Rotweinen führt der Tempranillo, der rund 80 % der Anbaufläche einnimmt. Hinzu kommen Garnacha, Graciano, Mazuelo und roter Maturana. Bei den Weißweinen steht die Viura, die rund 70 % der Weißweinanbaufläche einnimmt, an erster Stelle. Es folgen Malvasía, Garnacha Blanca, Tempranillo Blanco, Maturana Blanca, Turruntés, Chardonnay, Sauvignon Blanc und Verdejo. Aus historischen Gründen gibt es einige wenige Weingüter, die auch Cabernet und Merlot in kleinen Mengen verwenden dürfen. Im Rebsortenspiegel machen die beiden Sorten aber kaum 0,1 % aus. Rund 75 % der Weine sind Rotweine, die wie alle anderen Weine auch so gut wie immer trocken ausgebaut werden. Lediglich beim Rosé kommen gelegentlich restsüße Varianten vor.

Klassik und Moderne

Bis in die 1980er Jahre hinein gab es eigentlich nur einen Ausbaustil für die Weine. Rotweine wie Weißweine wurden jahrelang in Holzfässern aus meist amerikanischer Eiche gelagert und erst dann auf den Markt gebracht, wenn sie als trinkreif erachtet wurden. Weingüter wie La Rioja Alta, Lopez de Heredia oder in Teilen auch CVNE und Marqués de Murrieta pflegen diesen Stil noch immer. Doch ab den 1980er Jahren trat zunehmend ein innerspanischer Konkurrent auf den Plan, dessen Weine moderner wirkten als die der Rioja. Und die Rotweine stammten von derselben Sorte. Die Rede ist von der Appellation Ribera del Duero, in der seit vier Jahrzehnten Tempranillo entsteht, der konzentriert und extrahiert mit viel Frucht und Substanz in recht stark geflämmten französischen Barriques ausgebaut wird und damit sehr erfolgreich geworden ist. Die Rioja musste sich weiterentwickeln – und tat es. So gibt es heute zwei Stile: die klassischen halbtransparenten ziegelroten Weine, die an balsamischen Noten wie Leder, Gewürze, Liebstöckel, Unterholz, Kräuter und Erde erinnern, und dann die tiefdunklen Weine mit viel Frucht von Blaubeeren, Brombeeren und Kirschen, Schlehen, Veilchen und Vanille.

Rioja-Typen

In der Rioja kann man seit 2019 vier Typen von Stillweinen unterscheiden. Da gibt es zunächst als Rot- und Weißwein wie auch als Rosé den „Rioja“, einen ein oder zwei Jahre alten Wein, der von Primäraromen und viel Frucht geprägt ist. Dann gibt es die „Rioja Crianza“, die nicht weniger als zwei Jahre alt ist und die mindestens ein Jahr im Holz verbracht hat (Weißwein und Rosé mindestens sechs Monate im Holz und 18 Monate im Keller). Es folgt die „Rioja Reserva“ mit mindestens 36 Monaten Ausbau, davon 12 Monate im Fass (Weißwein und Rosé mindestens sechs Monate im Holz und 24 Monate im Keller). Schließlich folgen die rund 3 % Weine als „Rioja Gran Reserva“ mit mindestens fünf Jahren Lagerung und 36 Monaten Fassausbau (Weißwein und Rosé mindestens sechs Monate im Holz und 54 Monate im Keller). Die Weine können, wenn sie bestimmte Kriterien erfüllen, als „Viño die Zona“, als „Viño  di Municipio“ oder als „Viño Singular“, also als Gebiets-, Orts- oder Lagenwein bezeichnet werden. Als Besonderheit gibt es zudem die Schaumweine der Rioja als „Brut“, „Extra Brut“ oder „Brut Nature“ in den Stufen „Rioja“ mit mindestens 15 Monaten Hefelager, „Rioja Reserva“ mit mindestens 24 Monaten Hefelager und „Rioja Gran Añada“ mit Jahrgangsbezeichnung und mindestens 36 Monaten Hefelager. Es gibt weiße und roséfarbene Schaumweine.

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