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La Rioja Alta

La Rioja Alta

Weshalb das Weingut La Rioja Alta in einem Bahnhofsviertel gegründet wurde, warum es seine Fässer aus amerikanischer Eiche herstellt und wie man mit fünf Hektolitern pro Hektar Ertrag tausende Fässer füllt...



 

Der Weg des Fasses. Eine kurze Geschichte von La Rioja Alta;

Kaum vorstellbar, aber noch bis in die 1930er-Jahre verkauften die Winzer in der spanischen Region Rioja ihren Wein fast ausschließlich in Fässern. Genau – Rioja, der Wein, der heute in der ganzen Welt für seine lange Reifezeit in der Flasche bekannt und begehrt ist.

Als sich 1890 fünf Familien aus der Rioja und dem Baskenland zusammenschlossen, um ein gemeinsames Unternehmen zu gründen, war eine der drängendsten Fragen die der Logistik. Wie lagert und transportiert man große Mengen an Fässern? Die Antwort war im Prinzip die Gleiche wie heute: die Ansiedlung an einem Verkehrsknotenpunkt in einem Gewerbegebiet. 1890 war dies das Bahnhofsviertel. Eine kluge Entscheidung, die unter der Leitung von Saturnina García Cid y Gárate getroffen wurde. Dass eine Frau an der Spitze eines Unternehmens stand, war vor mehr als 130 Jahren keineswegs selbstverständlich.

Das neue Unternehmen La Rioja Alta (Sociedad Vinícola de La Rioja Alta) war eindeutig auf Expansionskurs. Bereits 1904 fusionierte es mit dem Weingut von Alfredo Ardanza, einem der Gründer von La Rioja Alta. Ab 1988 kaufte man weitere Weingüter in der Rioja und der Ribera del Duero. 1996 wurde ein neuer Weinkeller gebaut, der maßgeblich zur Qualitätssteigerung der Weine von La Rioja Alta beigetragen hat. Seit den 2000er-Jahren erhalten die Weine der Bodega regelmäßig Spitzenbewertungen von Weinkritikern. Spätestens seitdem ist La Rioja Alta in der Spitzengruppe der Region angekommen.

La Rioja Alta: Römer und rote Erde

Die Ursprünge des Weinanbaugebietes Rioja gehen auf die Römer zurück. Aus dieser Zeit findet man hier noch gemauerte Gärbecken für Wein. Eine lange Tradition, die 1560 gewissermaßen offiziell gemacht wurde. Seitdem tragen Fässer aus der Rioja ein Brandzeichen, das ihre Herkunft garantiert.

Das Anbaugebiet gliedert sich in drei Regionen: Rioja Alta, Rioja Alavesa und Rioja Baja. Es ist also unschwer zu erkennen, dass sich die Bodega La Rioja Alta nach seinem Anbaugebiet benannte. Das Gebiet wird stark vom Atlantik beeinflusst, es wehen kühle Winde, das Klima ist gemäßigt. Die Weinberge liegen höher – alta – als im Rest der Rioja, was ebenfalls zur Abkühlung der Trauben am Stock und damit zu einer gleichmäßigen Reifung beiträgt. Die Böden bestehen aus Kalk und Lehm mit hohem Eisengehalt, was ihnen eine charakteristische rote Farbe verleiht.

Geringer Ertrag und 30.000 Fässer: La Rioja Alta

Der Ertrag der Weinberge bei La Rioja Alta ist mit fünf Hektoliter pro Hektar außergewöhnlich niedrig. Um damit die nicht weniger als 30.000 Fässer zu füllen, in denen der Rioja-Wein von La Rioja Alta lagert, benötigt man viel Land. Doch mit 415 Hektar Rebfläche ist die Grundversorgung gesichert! Angebaut wird vor allem Tempranillo, aber auch Garnacha, Graciano und Mazuelo. Diese spanischen Rebsorten bilden die Grundlage für die Rioja-Cuvées.

Die Weine von La Rioja Alta stammen heute aus den vier Weingütern des Unternehmens:;

  • Torre de Ona in der Rioja Alavesa
  • Lagar de Cervera in Rías Baixas
  • Áster in Ribera del Duero
  • La Rioja Alta in Rioja Alta

Dass La Rioja Alta seine Fässer selbst herstellt, mag wie eine Marotte erscheinen, hat aber angesichts der benötigten hohen Anzahl neuer Fässer pro Jahr handfeste wirtschaftliche Gründe. Neben der höheren Wertschöpfung spielt auch die Qualitätskontrolle der Fässer eine wichtige Rolle. So lassen die Küfer bei La Rioja Alta das Holz für die Fässer – amerikanische Eiche – zwei Jahre im Freien trocknen, bevor es verarbeitet wird.

Die Weine von La Rioja Alta: regional und nachhaltig

Fotovoltaik auf dem Firmengelände, Wasserrückgewinnung, Kork aus fairem Handel und immer mehr biologisch bewirtschaftete Weinberge – bei La Rioja Alta setzt man alles daran, den ökologischen Fußabdruck zu verkleinern und damit nachhaltig in der Rioja zu wirtschaften. Die Weine sind stark regional geprägt, es werden fast ausschließlich autochthone spanische Rebsorten angebaut.

LAT 42 Rioja Gran Reserva;

Der 42. Breitengrad verläuft hier mitten durch die Weinberge, daher der Name. Diese Gran Reserva kommt erst nach fünf Jahren Ausbau in 225-Liter-Eichenfässern auf den Markt. Diese Cuvée wurde speziell für Tesdorpf abgefüllt und ist bei uns exklusiv erhältlich.

Finca Martelo Rioja

Dieser Wein stammt aus der Lage Torre de Oña im Herzen der Rioja Alavesa. Neben 95 % Tempranillo enthält er 5 % Mazuelo, Garnacha und sogar etwas weißen Viura. Nach der alkoholischen Gärung erfolgt die malolaktische Gärung über 98 Tage in Eichenfässern, mit wöchentlichem Aufrühren des Hefesatzes (Bâtonnage).

Viña Arana Rioja Gran Reserva

Die Trauben für diese Gran Reserva stammen von den Fincas Las Cuevas, El Palo und Las Monjas in Rodezno und Montecillo in Fuenmayor. Die Cuvée besteht zu 95 % aus Tempranillo-Trauben. Der Wein reifte in Barriques aus amerikanischer Eiche aus eigener Produktion mit einem Durchschnittsalter von vier Jahren.

Viña Ardanza Rioja Reserva

Der Tempranillo für diese Cuvée stammt von 30 Jahre alten Reben der Fincas La Cuesta und Montecillo in Fuenmayor und Cenicero. Der Garnacha hingegen wächst in den Weinbergen von La Pedriza in Tudelilla, einer 70 Hektar großen Finca mit idealen Bedingungen für den Anbau dieser Rebsorte.

Áster Finca El Otero & Áster Crianza

Die Bodega Áster liegt in der Region Ribera del Duero, südlich der Rioja. In dieser Region wird der Tempranillo als Tinta del País bezeichnet. Die Reben wachsen hier auf etwa 750 Metern Höhe auf kargen Böden. Der Ausbau erfolgt in französischen Eichenfässern.