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1989 2012 2013 2014 2015
Alte Reben Trockenbeerenauslese Großes Gewächs Spätlese Qba
brut fruchtsüß halbtrocken süß trocken
Andere Sekt/Champagnerkorken unbekannt Drehverschluss Naturkorken
0,375 L 1,5 L 0,75 L

Riesling

Riesling gehört zu den nobelsten, charaktervollsten und komplexesten Rebsorten. Und es ist sicher die deutscheste aller Sorten. Obwohl auch in Übersee ausgezeichnete Rieslinge mit eigener Stilistik erzeugt werden, ist doch das deutschsprachige Europa das Kernland für unglaublich frische und elegante Weine aus Riesling. Die Rebsorte zeigt mit feinen Graduierungen sehr deutlich, auf welchem Boden sie wuchs. Und sie ist immer brillant, ob trocken, halbtrocken oder süß ausgebaut, als Sekt genauso wie als Trockenbeerenauslese. Entscheidend ist der hohe Säuregehalt der Trauben, der die Süße wunderbar einbinden kann und ein Gegengewicht dazu schafft.

Riesling

Riesling – das Sinnbild deutscher Weinkultur

Kaum eine Rebsorte repräsentiert deutschen Weinbau so wie Riesling. Deutschland zählt zu den führenden Weinproduzenten der Welt und rangiert hinter Frankreich, Italien und Spanien auf Platz 10 der gefragtesten Weinländer mit einer Rebfläche von über 103.000 Hektar.

Als Aushängeschild für deutschen Weinbau avancierte Riesling zum Exportschlager. Zu den größten Abnehmern gehören neben den USA und Großbritannien vor allem die skandinavischen Länder.

Auf Auktionen werden Rieslinge zu Höchstpreisen versteigert und treffen den Geschmack von Weinkritikern wie Robert Parker und Hugh Johnson, die diese Weine mit Bestnoten bewerten.

 

13 Weinbaugebiete – die Heimat des Rieslings

Qualitätswein wird in Deutschland auf insgesamt 13 geographisch abgegrenzten Weinbaugebieten angebaut. Mit knapp 25.000 Hektar Anbaufläche wird Riesling in allen deutschen Weinregionen angebaut und gehört damit zu den meistangebauten weißen Rebsorten in Deutschland.

Die Weinbaugebiete Mosel, Rheingau und Pfalz gehören zu den wichtigsten Rebflächen. Hier wächst die Grundlage für Weine mit internationalem Renommee.

 

Drei Besonderheiten, die Riesling einzigartig machen – Anbau, Ausbau und Geschmacksprofil

Die besten Rieslinge werden in kühleren, nördlichen Regionen angebaut, da diese spätreifende Rebsorte weniger frostanfällig ist als andere Trauben. Riesling vollendet seine Reife in der spätherbstlichen Sonne. Die kleinbeerige Traube stellt hohe Ansprüche an die Lage und erlangt höchste Qualität durch das Terroir, welches als Zusammenspiel von Klima und Boden definiert wird.

Für den perfekten Anbau benötigt Riesling viel Energie und gedeiht am besten an steinigen Steillagen, die die Wärme optimal speichern. Entlang der Flusstäler fühlt sich der Riesling am wohlsten und wird hier mühevoll von Hand gelesen. Je nach Bodenart bringt Riesling geschmacklich sehr differenzierte Weine hervor.

Vom Weinberg gelangen die Trauben in den Weinkeller, wo die hohe Kunst des Winzerhandwerks vollendet wird. Ob im Stahltank oder im Holzfass, Riesling erlangt durch beide Ausbaumethoden Spitzenqualität. Charakteristisch für Riesling ist der hohe Säuregehalt, der die Weine spritzig und frisch macht. Neben Aromen von Äpfeln und Birnen kommt auch der Geschmack von Steinobst ins Glas. Zitrusnoten wie Limette und Zitrone gepaart mit Aprikose, Pfirsich und exotische Früchte runden das Geschmackserlebnis ab.

Nicht nur die knackige Säure, auch der Zuckeranteil der Trauben spielt eine wesentliche Rolle für die Geschmacksbildung. Rieslinge haben ein Lagerfähigkeit, die ihresgleichen sucht und können bei exzellenten Bedingungen länger als 40 Jahre gelagert werden.

Liebhaber dieser weißen Rebsorte schätzen insbesondere die Petrolnoten, die sich bei älteren Jahrgängen entwickeln. Neben Reifetönen sorgen auch die von Schieferböden geprägte mineralischen Noten für große Freude bei Riesling Fans.

 

Riesling trinken – eine Liebeserklärung an den Genuss und Qualität

Neben unterschiedlichsten Geschmacksrichtungen steht Riesling Weinliebhabern ebenso in den verschiedensten Qualitätsstufen zur Verfügung. Ob Alltagswein oder Großes Gewächs, nicht nur passionierte Weintrinker finden Gefallen an einem Glas Riesling.

Qualitätsweine unterliegen sowohl sensorischen als auch analytischen Prüfungen und müssen gesetzlichen Mindestanforderungen bezüglich Optik, Geruch und Geschmack gerecht werden.

Das höchste Gütesiegel in Deutschland sind Prädikatsweine. Abhängig vom Anbaugebiet und der Prädikatsstufe müssen die Weine ein bestimmtes Mostgewicht aufweisen, das in Oechsle gemessen wird und den Reifegrad bestimmt.

Zu den deutschen Prädikaten gehören unter anderem Kabinett, Spätlesen, Beerenauslesen und die sehr exklusiven Eisweine. Zu den höheren Qualitätsstufen, den Auslesen, zählen die restsüßen und edelsüßen Weine. Qualitätsbezeichnungen wie Classic, Selection und Erstes Gewächs gehören ebenso zur Weinmarktordnung. Besonders der Riesling kann in allen Stufen sein Facettenreichtum ausspielen.

Zur Champions League deutscher Weinqualität zählen die Weingüter, die dem Verband Deutscher Prädikats- und Qualitätsweingüter, dem VDP, angehören. Zwar haben die Klassifikationen keine gesetzliche Funktion, unterliegen aber Regeln und werden in einer Qualitätspyramide eingeordnet. Die Basis bilden hier die Gutsweine, gefolgt von Ortsweinen, Erste Lage Weinen und als krönender Abschluss Weine aus Großer Lage, zu denen die trockenen Spitzenweine der Großen Gewächse zählen.