Saint-Peray
Mit rund 60 Hektar ist die Appellation am Rhône-Nebenfluss Mialan zwar sehr klein, aber ihre Weißweine und vor allem ihre Schaumweine aus den Sorten Marsanne und Roussanne sind schon lange begehrt.
Die Cru-Appellation Saint-Péray, deren Name sich vom heiligen Petrus ableitet, wird schon seit mehr als 2000 Jahren bewirtschaftet. Der dazugehörige Ort, der von der Burgruine Crussol überragt wird, liegt rund fünf Kilometer westlich von Valence am Rhône-Nebenfluss Mialan. Die Weinberge gehören noch zum Massif Central und sind von Granit, dessen besonderen Typus man dort „Gore“ nennt, geprägt. Zugelassenen sind nur die weißen Rebsorten Marsanne und Roussanne, von denen Marsanne normalerweise dominiert, weil diese Sorte pflegeleicht ist und durchweg stabile Erträge erbringt. Eine besondere Spezialität ist der Saint-Péray Mousseux, der 1829 erstmals angeboten wurde. DIeser Schaumwein wird nach der Methode traditionelle erzeugt, bei der die zweite Gärung in der Flasche stattfindet. Seine größte Zeit hatte der Schäumer im 19. Jahrhundert. Queen Victoria war ebenso eine erklärte Liebhaberin dieses Schaumweins wie der Komponist Richard Wagner, der sich regelmäßig Weine nach Bayreuth liefern ließ. Da die Säure bei den verwendeten Rebsorten nie besonders ausgeprägt ist, geht es bei den Weinen um Textur, Struktur und Aromatik.
Es gibt übrigens auch eine weiße Sorte, die Saint-Péray Blanc genannt wird. Dabei handelt es um die seltene Sorte Cacaboué, die ähnlich wie Roussanne, auch in Savoyen angebaut wird.
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