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La Vie en Rose

»Roséwein ist keine vergängliche Modeerscheinung. Er genießt eine unermüdliche Begeisterung unter den Weinliebhabern…« - Centre Interprofessionnel des Vins de Provence

Veröffentlicht am 02. Juni 2021

Nur wenige Weinregionen schaffen es, einen gesamten Weintypus zu definieren. In der Provence ist das gelungen: Rosé ist hier Lebensart pur.

Im Jahr 2009 ereignete sich in der Provence eine bemerkenswerte Geschichte. Die Winzer protestierten gegen einen Vorschlag der EU-Kommission. Dieser sollte ihnen erlauben, Rot- und Weißwein zu vermischen, um Rosé herzustellen. Doch das lehnten die provenzalischen Winzer vehement ab. Sie fürchteten einen Kulturverfall. Der Rosé-Wein ist eines ihrer wichtigsten Kulturgüter und dazu gehört die traditionelle Herstellung: Roséwein wird ausschließlich aus roten Trauben gekeltert. Der Vorschlag war nach den Protesten rasch wieder vom Tisch. Nirgendwo sonst in der Welt hat sich eine gesamte Region derart zu diesem Weinstil bekannt wie in der Provence. Knapp 90 Prozent der Weine von hier haben die schimmernde, blassrote Farbe. Wer französischen Rosé-Wein bestellt, wird zu hoher Wahrscheinlichkeit einen provenzalischen Wein ins Glas bekommen; das Anbaugebiet produziert ein Drittel aller französischen Rosés. Die Provence erstreckt sich entlang der Côte d’Azur von Marseille im Westen bis nach Nizza im Osten. Gemeinsam mit dem Languedoc-Roussillon wird die Provence auch als Midi bezeichnet. Knapp 200 Kilometer ist sie lang und auf mehr als 25.000 Hektar Fläche wachsen Reben, das ist knapp ein Viertel der deutschen Weinbaufläche insgesamt.

Die südfranzösische Region bietet beste Bedingungen, um Weine voller Ausdruck und Charakter herzustellen. Die 3.000 jährlichen Sonnenstunden geben den Beeren viel Kraft und eine enorme Aromen-Vielfalt. Der Winter ist mild, der Sommer trocken. Die durchschnittliche Sommertemperatur liegt bei 22 Grad, hier können die Trauben perfekt ausreifen. Gleichzeitig ist es trocken und oft weht der Mistral-Wind durch die Rebzeilen: Er hält die Pflanzen gesund. Dazu sorgen einzigartige Böden von Schiefer, Sand, Kies und Kalk für enorme Mineralik. Kein Wunder, dass die Römer hier bereits im Jahr 150. v. Chr. Wein anbauten und nach Rom lieferten. Viele Legionäre erhielten nach ihrer Dienstlaufbahn hier ein Landgut. Die Römer nannten die malerische Region »Provincia Romana«, was später zum Namen »Provence« wurde.

Innerhalb des Anbaugebietes gibt es unterschiedliche Bereiche mit verschiedenen Schwerpunkten. Der Bereich Côteaux d’Aix en Provence liegt rund um die gleichnamige Stadt. Hier verbrachte der Maler Paul Cézanne viele Jahre. Er hielt die wunderbare Landschaft in seinen Bildern fest und hat sie bei Generationen von Menschen zu einem Sehnsuchtsort gemacht. Die Appellation Bandol ist nach der gleichnamigen Hafenstadt benannt. Hier entstehen die besten Rotweine der Gegend, insbesondere aus der Rebsorte Mourvèdre. Bandol ist die einzige französische Appellation, die die Weine reinsortig ausbaut. Sie sind würzig, dicht und transportieren die mediterrane Würze des Südens auf eindrucksvolle Art. Einst wurden die Fässer mit einem großen »B” gekennzeichnet und in die ganze Welt verschifft. Der Bereich Bellet liegt nahe der italienischen Grenze und ist das einzige Anbaugebiet, das der Gemeinde Nizza zugerechnet wird. Es ist hoch gelegen und das einzigartige Mikroklima sorgt für besonders frische Weine. Das kleine Anbaugebiet Cassis liegt hingegen ganz im Westen: Hier entstehen vornehmlich Weißweine aus Clairette und Marsanne. Die größte Appellation ist die Côtes de Provence: Eine Gegend, die das typische Bild des Anbaugebiets prägt. Die meisten Weine von hier sind roséfarben und aus Cinsault und Grenache. Doch provenzalische Weine bestehen fast immer aus verschiedenen Sorten, viele davon sind autochthon und wachsen nur hier. Das sorgt für beeindruckende Komplexität in den Weinen.

Heute ist die Provence nicht nur renommiertes Weinanbaugebiet, sondern auch beliebtes Ferienziel. Schließlich gehört die Region zu den schönsten Gegenden in Frankreich. Lichtdurchflutete Weinberge, mittelalterliche Dörfchen und mediterranes Wetter schaffen einen Ort zum Träumen. Dazu kommt ein weiteres Produkt, das für Provence pur steht: unzählige, weite Lavendelfelder sorgen im Sommer für einen würzig-mediterranen Duft, der sich mit dem blau-violetten Teppich über die ganze Landschaft legt. Die Blüten werden vornehmlich in der Parfumindustrie verwendet und somit sind sie auch überall in der Provence präsent.

Wer lebhaften Trubel sucht, findet in den schillernden Landstrichen entlang der Côte d’Azur bezaubernde Städte, voller Leben wie beispielsweise St. Tropez. Nirgendwo kann man so gut Wein, Kultur und Strandurlaub miteinander verbinden. Wer einmal über die Märkte flaniert ist, weiß auch, warum die Genusskultur in Südfrankreich so anziehend und einzigartig ist. Gerade in den Sommermonaten gibt es frische regionale Köstlichkeiten wie Aprikosen, Pfirsiche, Kirschen und Feigen. Die provenzalische Küche indes ist vor allem vom Meer geprägt. Auf den Märkten und in den Restaurants gibt es zahlreiche Fischspezialitäten. Am bekanntesten ist die Bouillabaisse: eine provenzalische Fischsuppe mit Safran.

Zu diesen Spezialitäten passt der lokale Rosé-Wein perfekt, denn der Stil der Provence-Weine zeichnet sich durch seine enorme Eleganz aus. Sie sind leichtfüßig, mineralisch, zart und so gut wie immer trocken. Die zahlreichen Sonnenstunden verleihen ihnen außerdem eine intensive Fruchtigkeit. Am besten schmecken die Rosés im Übrigen, wenn sie jung getrunken werden. Dann zeigen sie ihre Frische am besten. So passt provenzalischer Rosé auch großartig zu Pastagerichten mit Tomaten, Rucola, Kräutern oder Auberginen. Kurzum: Immer, wenn es auf dem Teller mediterran wird, liegt man mit den rosafarbenen Weinen aus dem malerischen Süden Frankreichs genau richtig. Wobei der Begriff »rosafarben« nicht ganz korrekt ist. Das Aussehen der Provence-Weine ist unvergleichbar. Der Farbton ist zart-schimmernd, blass und erinnert an Zwiebelschalen. Weltweit versuchen Winzer gerade, diese Farbe auch in ihren Roséweinen zu erreichen. Doch in der Provence kann man darüber nur lächeln. Die Winzer hier machen den Wein einfach schon immer so.



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