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Was bedeutet Weinstein?

Unter Weinstein versteht man kristalline Ablagerungen am Boden der Flasche oder des Weinglases.

Veröffentlicht am 10. Januar 2017

Bei welchen Weinen tritt Weinstein auf?

Er tritt zumeist bei Weißweinen auf, aber auch Rotweine entwickeln ihn mitunter. Dabei handelt es sich um eine völlig natürliche und absolut harmlose Erscheinung.

Die an Zucker- oder Salzkristalle erinnernde Ausfällung entwickelt sich aus der Weinsäure. In der Lebensmittelproduktion wird Weinstein im großen Stil gewonnen und findet dort Verwendung als Säuerungsmittel. Besonders schnell entsteht er bei Temperaturen unter 5 Grad.

Da der Verbraucher heute in der Regel ein absolut blitzblankes Erzeugnis im Glas vorfinden möchte, machen sich diesen Umstand Weingüter zunutze, in dem sie mit einer absichtlichen Abkühlung den Weinstein zur Ausfällung zwingen und anschließend filtrieren. Von nicht wenigen sehr qualitätsorientierten Erzeugern wird dies aber abgelehnt, weil sie durch diesen Eingriff einen Verlust an Aroma und Struktur befürchten.

Ist Weinstein ein Weinfehler?

Von Anfängern wird der Weinstein häufig als Weinfehler begriffen, was er tatsächlich aber nicht ist. Und auch wenn er völlig unbedenklich ist, sollte man ihn wegen seiner sauren Charakteristik nicht unbedingt mittrinken, sondern das Glas rechtzeitig absetzen.