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Auf ein Glas mit - Vincent Eymann

In unserer Reihe »Auf ein Glas« stellen wir Ihnen interessante Persönlichkeiten aus der Welt der Weine und Kulinarik vor. Heute kommt Vincent Eymann zu Wort. Er ist Betriebsleiter beim Weingut Eymann.

Veröffentlicht am 06. September 2018

1. Bitte stellen Sie sich zu Beginn kurz mit zwei Sätzen vor: 

Mein Name ist Vincent Eymann, gemeinsam mit meinem Team produziere ich auf knapp 18ha Rebfläche an der Mittelhaardt (Pfalz) biologisch-dynamische Weine. Mein weinbaulicher und oenologischer Fokus liegt vor allem auf den Rebsorten Riesling und Spätburgunder, sowie auf der Sektbereitung nach traditioneller Flaschengärung.

 

2. Mein Weg zum Wein war... 

naheliegend. Ich bin auf dem Weingut groß geworden und schon als kleiner Pimpf in Weinberg und Keller hergesprungen. Nach einigen Praktika in Europa und Übersee und dem Studium in Geisenheim hatte ich eigentlich vor, nochmal ein oder zwei Jahre in anderen Betrieben Erfahrungen zu sammeln. Die damalige Situation des Betriebs hat es dann aber letztlich nicht zugelassen. Es musste dringend frischer Wind in den Laden und so kam ich dann direkt nach dem Studium nach Hause und wurde dann auch direkt Betriebsleiter.

3. Was trinken Sie, wenn Sie keinen Wein trinken? 

Sekt. 

4. Mein erster Wein, an den ich mich erinnern kann, ist… 

Ach Gott. Ein sicherlich einprägsamer Moment war, als wir mit 14 oder so mal wieder eine Flasche Riesling aus dem Flaschenlager gemopst haben. Wir hatten uns irgendwo in die Weinberge geschlichen um das Zeug dann mit Mineralwasser als Weinschorle zu trinken. Beim ersten Schluck wurde uns erst klar dass da irgendwas nicht stimmte. Scheinbar hatte ich mich vergriffen. Es handelte sich um eine Flasche 1999 Riesling Eiswein. Und nein, selbst Kindern taugt das als Schorle nicht!

5. Mein Lieblingsessen ist… und dazu trinke ich am liebsten… 

Um ehrlich zu sein glaube ich ja nicht wirklich an das EINE Lieblingsessen. Aber wenn Sie mich so fragen: Mit einem frisch gehackten Rindertartar und einem guten, leicht gekühlten Morgon, macht man mich auf jeden Fall glücklich! 

6. Als Aperitif wähle ich immer 

Jahrgangschampagner?!

7. Das Beste nach einer Weinverkostung ist...

das Bier danach. Das Antwortet hier sicher jeder. Wenn es noch zu früh ist tut es auch ein Espresso danach. Aber Bier bleibt Favorit.

8. Mein schlimmster Weinmoment war… 

Mal von sämtlichen Hagelstürmen, Spätfrostereignissen oder Dürreperioden abgesehen, hatte ein guter Freund von mir auf einer Party mal eine Magnum Clos Vougeot, die ich mitgebracht hatte, fallen lassen. Das war schon ziemlich schlimm für alle die das mitansehen mussten. Die Geschichte nahm dann allerdings eine schöne Wendung, denn selbiger Freund erzähle auf einer Reise im Burgund bei einem Besuch bei der Domaine Anne Gros von seinem Unglück. Gerührt von dieser furchtbaren Story schenkten Sie Ihm dann tatsächlich eine Magnum Clos Vougeot 2004, die jetzt in meinem Keller liegt. Sicherlich werden wir diese Flasche die kommenden Jahre mal gemeinsam trinken (und dann sicherheitshalber vielleicht mit dem Strohhalm).

9. Mit diesem Menschen würde ich gerne mal einen Wein trinken:

Eine naheliegende und sicherlich gute Wahl wäre Henri Jayer. Müsste ich mich für einen Entscheiden würde meine Wahl aber wohl eher auf Karl Marx oder Gandhi fallen. Es gibt schließlich mehr als nur Wein… 

10. Mein letzter Schluck vor dem Weltuntergang sollte … sein. 

Groß, sehr groß! Gerne Champagner.

11. Das habe ich aus alten Weinflaschen/Weinfässern selber gebaut/gebastelt: 

Ich habe mit leeren Weinflaschen schon häufig meine Wohnung dekoriert. Manchmal absichtlich, manchmal nicht.

12. Das macht unseren Wein besonders: 

Unser Weingut ist einer der ältesten weinbaulichen Biobetriebe Deutschlands (seit 1982). Ich habe das große Glück heute auf Lagen Wein zu erzeugen, die größtenteils seit über 35 Jahren nachhaltig bewirtschaftet werden. Böden, die von den gängigen Überdüngungen in den 80ern verschont blieben. 35 Jahre ohne Herbizide, ohne mineralische Stickstoffdüngung… Das ist schon viel wert.

Wir arbeiten selbst für die kleineren Qualitäten mit manueller Lese. Die Vinifizierung verläuft sehr traditionell. Wir verzichten generell auf den Zusatz von Reinzuchthefen oder Enzymen, dafür arbeiten wir mit einem relativ langen Hefelager zur natürlichen Stabilisierung und meistens auch mit biologischen Säureabbau. Der Ausbau (vor allem in großen) Holzfässern spielt hierbei ebenso eine wichtige Rolle. Viele der Weine werden unfiltriert auf die Flasche gefüllt. Letztlich steht der Betrieb für absolut handwerklich erzeugte Weine, die unverfälscht den Charakter ihrer Herkunft spiegeln.

Hier finden Sie die Weine vom Weingut Eymann in unserem Online-Shop.