»Auf ein Glas« mit Carolin Spanier

»Auf ein Glas« mit Carolin Spanier

In unserer Reihe »Auf ein Glas« stellen wir Ihnen interessante Persönlichkeiten aus der Welt der Weine und Kulinarik vor. Heute kommt Carolin Spanier vom Weingut Kühling-Gillot zu Wort.

1. Bitte stellen Sie sich zu Beginn kurz mit zwei Sätzen vor: Seit 2006 führe ich das Weingut meiner Familie zusammen mit meinem Mann. Ich bin Naturmensch, Önologin, Geschäftsfrau und zweifache Mutter. Von allem am liebsten aber bin ich Gastgeberin. Auf unserem Weingut sollen sich die Menschen wohl fühlen und ich hoffe, dass wir dafür das passende Ambiente geschaffen haben. Mehrmals im Jahr laden wir Gastköche und Ihre Sommeliers zu uns ins Weingut ein, um unseren Gästen ein wenig den Flair der Metropolen ins beschauliche Rheinhessen zu holen.

2. Mein Weg zum Wein… 1978 wurde ich in einen Familienbetrieb hinein geboren, der die Besonderheit hatte, dass immer die Frauen das Weingut übernommen haben.  Meine Eltern haben aber nie Druck aufgebaut und überließen mir die Entscheidung. Da ich schon als Kind immer mitgearbeitet habe, wuchs mein Interesse von Jahr zu Jahr und nach einem kurzen BWL Studium entschied ich mich doch früher nach Geisenheim zum Studium zu gehen und konnte meine Erfahrung bei Domaine des Comtes Lafon und im Weingut Weil machen.

3. Was trinken Sie, wenn Sie keinen Wein trinken? Viel Wasser und liebend gerne Kaffee.

4. Mein erster Wein, an den ich mich erinnern kann, ist … Ein Schluck gereifter Spätlese vom Glas meines Vaters, als ich noch recht jung war.

5. Mein Lieblingsessen ist … und dazu trinke ich am liebsten … Alles, was mit Gemüse zu tun hat. Gerne einen Riesling oder Chardonnay dazu.

6. Als Aperitif wähle ich immer … Champagner

7. Das Beste nach einer Weinverkostung ist … Ein ganz großes Glas Wasser

8. Mein schlimmster Weinmoment war… Ist immer wieder ein Unwetter im August, wenn die Weingärten perfekt sind, wir uns innerlich auf die Lese vorbereitet haben und darauf freuen… und ein Hagel alles binnen Sekunden zerstört.

9. Mit diesem Menschen würde ich gerne mal einen Wein trinken: Mit meiner Großmutter, die ich nicht kennen lernen durfte und mir so ähnlich sein soll. Ich möchte so gerne wissen, wie sie es in den Kriegsjahren alleine als Frau geschafft hat.

10. Mein letzter Schluck vor dem Weltuntergang sollte … sein… Roederer Crystal aus der Magnum aus meinem Geburtsjahr.

11. Das habe ich aus alten Weinflaschen/Weinfässern selber gebaut/gebastelt: In meinem alten Kinderzimmer steht noch heute eine 12 Liter Flasche Nonnenberg, die mir Bernhard Breuer geschenkt hatte und darin steht eine Sonnenblume.

12. Das passt überhaupt nicht zu Wein:
Schlechte Laune und schlechte Gesellschaft

13. Optional: Das macht unseren Wein besonders:
Wichtig ist uns, dass wir uns selbst und unsere Böden in unseren Weinen wieder erkennen. Authentizität ist unser Kompass, auch wenn es im Weinbau oft der »steinigere« Weg ist.