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Wachau
Gelber Muskateller Grüner Veltliner Riesling Sauvignon Blanc
Tesdorpf Falstaff
2016 2018 2019 2020

Weingut F.X. Pichler

Mit welchen Superlativen ist er noch nicht bedacht, was ist über ihn noch nicht geschrieben worden: Franz Xaver Pichler, Winzerstar der Wachau, das Aushängeschild des österreichischen Weines, einer der hochklassigsten Weißweinerzeuger der Welt mit einer exklusiven und raren Palette von superfeinen Gewächsen, die bei Verkostungen und Wettbewerben rund um den Globus alles abräumen, was es zu gewinnen gilt. »Ef-Ix«, wie ihn seine Freunde gerne nennen, ist - ob Österreich, Deutschland, England oder Amerika - schlichtweg Kult, und seine Weine sind es ebenso. Ob Riesling oder Veltliner, seine Smaragde oder solche Giganten wie der »M« oder der »Unendlich« haben Weingeschichte geschrieben.

ROBERT PARKER JR. ÜBER F.X. PICHLER

»F.X. Pichler is the Château Latour, Domaine de la Romanée-Conti, Zind-Humbrecht, Sandrone and Helen Turley of the Wachau«


F.X. PICHLER IM WANDEL DER ZEIT

Ein Kommentar von Marcel Ribis (Sommelier und Einkäufer für Österreich bei Tesdorpf)

F.X. Pichler: Weltweit steht dieser Name auf Weinkarten für etwas, was alle Weingüter der Kategorie »Weltklasse« gemeinsam haben, und zwar Beständigkeit. Doch was ist eigentlich Beständigkeit im Wein? Diese Frage kann man anhand der F.X. Pichler Weine leicht beantworten: Veränderung, ohne dabei seine Handschrift zu verlieren. Die Handschrift, das sind kräftige Weine mit einer dichten Struktur am Gaumen und ein langes Reifepotenzial. Sie sind in egal welchem Stadium der Trinkreife ein großer Genuss. Die Veränderung schmeckt man, wenn man die Weine von Franz Xaver, welcher den Betrieb 1971 übernahm und die seines Sohnes Lucas vergleicht, der 1996 in den Betrieb eingetreten ist. In den 70er und 80er Jahren war jeder Tag Gold wert, an dem später gelesen wurde. Damals war es kühler und man wollte reife Weine mit relativ viel Botrytis produzieren (Edelfäule, die u.a. bei späten Lesen entsteht, wie auch im Sauternes). Das Ergebnis waren vollkräftige Weine, die heute wie flüssiges Gold den Gaumen erfreuen. Mit dem Klimawandel ist die Reife heutzutage so gut wie kein Problem mehr. Die Weine können früher gelesen werden und so ist in den neueren Jahrgängen weniger bis gar keine Botrytis erkennbar. Sie haben einen schlankeren Körper, aber keinesfalls weniger Kraft. Weine aus einem Guss, von der Jugend an groß und mit fantastischer Länge.

Der außergewöhnliche Jahrgang 2019 ist das letzte Jahr, in dem wir »Smaragd« oder »Federspiel« auf den Weinen von F.X. Pichler lesen werden. Denn um die Zeit mitzugestalten, haben sich die Pichlers dazu entschlossen, das Korsett der »Vinea Wachau« abzulegen, um sich der Natur und ihren Veränderungen komplett zu widmen. Mein Besuch am Weingut und die Probe der Jungweine im Sommer 2020 hat mich darin bestärkt, diese Weine unseren Kunden bei Tesdorpf zu empfehlen. Ich wünsche Ihnen sehr viel Spaß mit dem Jahrgang 2019.