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Faiveley
Tesdorpf Robert Parker James Suckling Jancis Robinson
2022 2021 2020
Standard Flasche (0,75l)
trocken
Domaine Faiveley

Faiveley

Maison Faiveley wurde 1825 in Nuits-St-Georges gegründet und zählt seitdem zu den wichtigsten Erzeugern großer Burgunder. Es gibt kaum ein Weingut in der Region, das über fast 2 Jahrhunderte hinweg derart konstant hohe Qualität abliefert.

 

Domaine Faiveley und der Jahrgang 2020 im Burgund

Ganz ohne Zweifel fügt sich der 2020er Jahrgang aus der Bourgogne in die Reihe der neuen Burgunderjahrgänge ein, zu denen auch schon 2018 und 2019 gehörten. Es sind die wärmeren Jahre mit sehr vielen Sonnenstunden, an die sich die Reben, allen voran der Chardonnay, schon spürbar zu gewöhnen scheinen. So ähnlich warm es in den drei Jahren im Burgund war, so unterschiedlich waren jedoch die Jahresverläufe und sind auch die Weine. »Es gibt drei wichtige Dinge im Hinblick auf den Jahrgang 2020«, sagt Jérôme Flous, der die Weine der Domaine verantwortet: »Das Erste ist das Datum der Weinlese. Für Faiveley war es der früheste Termin überhaupt, der 19. August, also früher als 2003. Während der Saison war es sehr trocken mit weniger als der Hälfte des üblichen Regens. Zwischen dem 15. Juli und dem 15. August gab es nur 5 mm Niederschlag. Ein weiterer wichtiger Faktor war der Unterschied zwischen den roten und den weißen Rebsorten in Bezug auf die Menge. Der Chardonnay erbrachte nämlich 45 hl/ha gegenüber gerade einmal 25 hl/ha beim Pinot Noir. So sind die Pinots also deutlich rarer als die Chardonnays.«. Obwohl sehr viel Sonne da war, sind die Weine präzise und frisch, sie duften unglaublich ausdrucksvoll, tiefgründig und haben eine immens intensive Farbe. Bei Faiveley hat man wegen der starken Präsenz reifer Tannine besonders schonend gearbeitet und die Trauben zumeist entrappt. Viele Parzellen haben in 2020 Ausnahmeweine produziert, sowohl auf der Côtes de Beaune als auch auf der Côte des Nuits sind die Weine gut geraten. Leider ist die Menge gering. Von den Grand Cru Weinen ist nicht genug für alle interessierten Weinliebhaber produziert worden. Für Winzer wie für Kritiker ist 2020 qualitativ wieder ein glänzender Jahrgang – wenn man so früh gelesen hat wie bei Faiveley. Der frühe Lesezeitpunkt war entscheidend für die Säurewerte in den Trauben und damit in den späteren Weinen. Der 2020er Jahrgang wird aktuell auf dem gleich hohen Niveau angesiedelt wie der 2019er, von manchen Weingütern sicher noch ein wenig höher. Wenn Sie aus dieser Trilogie einen Wein kaufen wollen, rate ich zu 2019 oder 2020, und würde, anderes als in Bordeaux, den 2020er sogar bevorzugen.

Burgund, Jahrgang 2021

Der Jahresverlauf 2021 war ein völlig anderer als der in den vorangegangenen Jahren. Waren 2018 bis 2020 eher von heißen und trockenen Sommern und von vereinzelten Spätfrösten geprägt, so verlief 2021 ganz anders. Das begann schon mit einem sehr frühen Austrieb. Bereits im Februar war mancher Winzer im T-Shirt bei 20 ºC unterwegs. Der Knospenaufbruch fand zehn Tage früher als erwartet, und zwar schon am 4. April statt. In den Nächten vom 5. auf den 6. und vom 6. auf den 7. April fielen die Temperaturen jedoch deutlich unter -8 °C, und das fast in der gesamten Bourgogne. Es gab für kaum jemand ein Entrinnen, und es zeichnete sich eine halbe Ernte ab, manche Winzer verloren 80 bis 100 % ihres Chardonnay. Von Mai bis Juli war das Wetter kühl und feucht. Die Blüte fand Mitte Juni statt, und der Sommer wurde warm, aber nicht zu heiß. Es gab deutlich weniger Sonnenstunden als in den Jahren zuvor, doch verteilten die sich auch auf weniger Trauben, was den Reben sehr zugute kam. Die Lese begann am 21. September und endete bei den meisten Weingütern Ende September. Was gelesen wurde, war saftig, fruchtig, fest und lebendig. Die Säfte brauchten oft sehr lange, bis sie durchgegoren waren, doch so entstanden schließlich beeindruckend klare, frische, unverfälschte und wahrhaft klassische Burgunder. Oder wie es einige Spitzenerzeuger formulierten: „Weine, wie wir sie lieben!“.