4G Wines

Am 2. Februar 1659 floss der erste Traubenmost am Kap aus der Kelter; so beschrieb es Jan van Riebeeck, der erste Gouverneur am Kap, in seinem Tagebuch. Am 2. Februar 2009, genau 350 Jahre später, fanden sich 4 weinbegeisterte Unternehmer zusammen, um Ihre Vision vom ersten »First Growth of the Cape« Wirklichkeit werden zu lassen. Sie gründeten das 4G-Wine-Estate, zwischen Stellenbosch und der False Bay inmitten von Weinbergen gelegen, in Sichtweite des Tafelbergs. Ihr Konzept war ebenso einfach wie brillant: Man sucht die besten Terroirs Südafrikas, pachtet dort jeweils einzelne Rebzeilen aus den besten Parzellen, erntet sie im richtigen Moment, natürlich von Hand, trennt die Beeren von Hand vom Stielgerüst und sortiert dann noch einmal sehr streng.

Diese Trauben werden zum Teil im kleinen Barrique bzw. in Edelstahltanks vergoren und zu 100% in Barriques aus bester französischer Eiche gereift. In mehreren Durchgängen probiert man alle Fässer durch, sucht die besten aus, die dann den Erstwein ergeben. 

Das Ergebnis dieser kompromißlosen Vorgehensweise: Zwischen 2.000 und knapp 5.000 Flaschen, je nach Jahrgang.

Der 2010er, der erste Jahrgang, der auf den Markt kam, bestach in einer internen Blind-Probe, da er sich auf Augenhöhe mit internationalen Spitzenweinen präsentierte. Dies machte uns erst einmal nur neugierig. Wir wollten die Sache aber weiter im Auge behalten.

Der 2011er setzte sich ein Jahr später in einer weiteren internen Blind-Probe an die Spitze einer Phalanx von internationalen Kultweinen, u. a. Hermitage La Chapelle, Shafer Hillside Select oder Ch. Lynch-Bages. Dies, und ein Besuch des Gutes am Kap, überzeugte uns, dass wir diesen Wein auf keinen Fall unseren besten Kunden vorenthalten durften. Das Angebot übertraf unsere Erwartungen und wir waren nach wenigen Tagen ausverkauft.

Der 2012er schlug im Folgejahr in einer Blindverkostung des Weinmagazins »Falstaff« sechs von sieben 100 Parkerpunkte-Weine, darunter 2010 Latour, 2009 Haut-Brion, 2008 Penfolds Grange oder 2009 Guigal La Landonne! Das Ergebnis bestätigte unsere Entscheidung. Aber auch unsere Kunden waren begeistert.

Der 2013er, stuften wir etwas höher ein als den 2012er: stilistisch noch europäischer und ausdrucksstärker, ohne jedoch ein ungehobelter Kraftprotz zu sein. Eher ein kultivierter Zwölfzylinder unter einer edlen und stilvollen Haube. Oder wie es einer seiner Macher beschreibt: »Unser Wein soll sein wie ein wunderschön bequemer Sessel.«

Nun kommt der 2014, den wir gemeinsam mit Hamburgs Top Sommeliers und Journalisten in einer weiteren Blindverkostung gegen die Spitze der bordelaiser Weine des Jahrgangs 2014, darunter Petrus, Mouton-Rothschild, Lafite, Haut-Brion, Ausone und Cheval Blanc sowie den mit 100 Punkten bewerteten Pingus 2014 antreten ließen. Und das erhoffte Ergebnis dieser blinden Probe ließ die Experten nicht schlecht staunen. Tatsächlich wurde der 4G 2014 von allen Blindproben am besten bewertet.