Feudo Maccari

Was hat Sizilien in den letzten 25 Jahren nicht für eine rasante Entwicklung nach vorn gemacht. Noch in den 80er Jahren wurde mitleidig auf die Weine herabgeschaut, heute wird die schöne Insel bewundert für eine geradezu beispiellose Qualitätsrevolution, deren Ergebnisse vieles deutlich in den Schatten stellt, das anderswo in Italien produziert wird, und es wird in Zukunft nicht wenige Weine geben, die in Zukunft Kultstatus genießen werden. Etwa jene von Feudo Macari. Das Weingut ist noch sehr jung, es wurde überhaupt erst 2000 in Betrieb genommen. War es früher die Toskana, die magisch Weinverliebte anzog, so ist es heute Sizilien. Antonio Moretti, Inhaber und treibender Motor hinter Feudo Macari, weiß daher wovon er spricht, denn unter seiner Regie sind bereits 2 toskanische Weingüter an die Spitze vorgerückt, bis er sich in Sizilien verleibte und Feudo Macari aus der Taufe hob. Ausgesucht hat er sich Weinberge mit alten Reben im eher spärlich besiedelten Ostteil der Insel. Und diese Reben wurden nach der traditionellen Methode der Buschweinerziehung gepflanzt, und wo immer Antonio Moretti neu pflanzen lassen muss, übernimmt er eben jene überlieferte Form der Reberziehung auch in den Neuanlagen. Es hat gut ein Jahrzehnt gedauert, bis seine akribischen Bemühungen Früchte trugen, wobei er höchst prominente Önologen-Unterstützung von Carlo Ferrini und Gioia Cresti erhielt. Auf den 50 Hektar Rebfläche werden in erster Linie die klassischen Rebsorten Siziliens gepflegt, etwa Grillo oder Nero d‘Avola. Wobei der erst genannte so ziemlich alles in den Schatten stellt, was man bislang von dieser Sorte im Glas hatte. Der Lohn der langen und harten Arbeit? Jetzt aber werden Morettis Weine geradezu frenetisch gefeiert, und viele Fachleute prognostizieren ihm einen souveränen Aufstieg zum Superstar Siziliens.