Domaine des Féraud – Rosé aus der Provence, der nach Sonne, Salzluft und Präzision schmeckt
Wir bei Tesdorpf lieben Weine, die Herkunft sprechen lassen. Die Domaine des Féraud liegt in Vidauban, rund 40 km von Saint-Tropez entfernt – mitten in den Côtes de Provence. Hier treffen 3000 Sonnenstunden, kühle Nächte, der trocknende Mistral und wärmeisolierende Sand- und Quarzkieselböden aufeinander. Das Ergebnis: Weiß- und Roséweine mit straffer Frische und feiner Frucht sowie rote Cuvées mit Eleganz und Rückgrat.
Eine moderne Domaine mit charaktervoller Geschichte
Die Wurzeln des Guts reichen bis ins 19. Jahrhundert; alte Pflanzungen von Syrah, Sémillon und Cabernet Sauvignon zeugen vom frühen Qualitätsdenken in Vidauban. 2011 übernimmt Markus Conrad die Domaine – ein Quereinsteiger mit klarer Vision: Bio als Grundhaltung, Ehrlichkeit im Keller und Weine, die man gern mit Freundinnen und Freunden trinkt. Seine Partnerin Annerosé und die Familie gehen den Weg mit – aus Überzeugung und mit spürbarer Energie.
Dynamisch-Bio: Überzeugung statt Etikett
Auf der Domaine des Féraud beginnt Qualität im Boden. Keine synthetischen Pestizide, minimaler Kupfer- und Schwefeleinsatz dank günstigem Mikroklima, intensives Boden-Management für „atmungsaktive“ Wurzeln und Biodiversität. Zwischen den Reihen wachsen Klee und andere Begrünungen, die Wasser speichern und Erosion bremsen. Diese dynamisch-biologische Arbeitsweise geht bewusst über die Standard-Zertifizierung hinaus. Das spürt man im Glas: Dort herrscht Klarheit statt Makeup.
Handwerk & High-Tech – präzise Vinifikation ohne Dogma
Weiß- und Rottrauben werden von Hand gelesen; die weißen Trauben meist nachts maschinell, um Aromen vor Oxidation zu schützen und die Trauben kühl einzubringen. Im Keller setzt das Team auf Spontangärung bei Weiß und Rot, thermoregulierte Edelstahl-, Beton- und Holzfässer sowie ovale Betoneier für feine Textur. Barrique bleibt den Spitzen-Rotweinen aus alten Reben vorbehalten. Ergebnis: Feinheit und Trinkfluss – keine Schwere.
Rosé-Kompetenz der Provence – und ein Brut Nature als Kür
Roséerzeugung gilt hier als Kulturtechnik. Féraud arbeitet je nach Cuvée mit Press-Rosé (hell, sehr fein) und kurzer Mazeration (mehr Duft und Kontur). Höhepunkt: „Annrosé“ Brut Nature aus traditioneller Flaschengärung in der „Méthode Provençale“ – statt Zucker nutzt man eingefrorenen Most des Grundweins für die zweite Gärung. Der Verzicht auf eine Dosage bewahrt die salzige Frische – wie gemacht für Meeresküche.
Die Rebsorten – eine Tricolore aus Frische, Würze und Tiefe
- Rolle (Vermentino): mediterrane Frische, Zitrus, Birne, ein feinherbes, anis-/fenchelartiges Finale – präzise und animierend.
- Syrah: Veilchen, dunkle Beeren, Pfeffer; sorgt in Rosé und Rot für Struktur, Farbe und Eleganz.
- Grenache & Cinsault: rote Früchte, Garrigue-Kräuter; Geschmeidigkeit und Trinkfluss im Rosé.
- Alte Reben (u. a. Syrah/Cabernet aus 1951–1978): geben den großen Roten Tiefe und Langlebigkeit.
Stil & Philosophie: Musik im Glas
„Wein ist flüssige Musik“ – dieser Vergleich passt. Féraud denkt Cuvées wie Kompositionen: die Rosés als fein abgestimmte „Symphonien“, der Rolle als Solo-Sonate, die großen Roten als Duette zweier Solisten. Präzision, Rhythmus, Pausen – alles dient dem einen Ziel: Harmonie im Glas.
So schmeckt der Rosé der Domaine des Féraud
- Aussehen: zart lachsfarben, kristallklar, silbrige Reflexe.
- Geruch: rosa Grapefruit, weißer Pfirsich, Erdbeere, feine Kräuter (Rosmarin, Thymian), Spur von salziger Gischt..
- Geschmack: leicht-mittelgewichtig, sehr frisch, saftige Zitrusfrucht, knackige Säure, kaum Tannin, geradlinig; knochentrocken im salzigen Nachhall.
- Schluss: puristischer Provence-Stil; ideal als Aperitif, zu Salade niçoise, Gegrilltem und asiatischer Gemüsekuche.
Foodpairing – einfach Provence auf dem Tisch
- Rosé: Artischocken-Tatar mit Zitrone, Zucchini-Salat mit Minze, Dorade vom Grill, Tapenade.
- Rolle/Vermentino: Austern, Jakobsmuscheln, Risotto al Limone, sommerliche Gemüseküche.
- Rot: Lammkotelett mit Kräutern, Ratatouille, Aubergine aus dem Ofen.
Domaine des Féraud auf einen Blick
- Terroir-Stärke: Sand und Quarzkiesel + Mistral + kühle Nächte = Frische & Präzision.
- Dynamisch-Bio: weit über Standards – spürbar in Klarheit und Balance.
- Weinstil: Spontangärung, Beton/Edelstahl, Holz nur, wo es feiner macht.
- Rosé-Kompetenz: Nachtlese, aromenschonende Vinifikation.
- Preis-Genuss: authentische Provence ohne abgehobene Preise – ideal zum Entdecken und Bevorraten.
Warum Féraud zu Tesdorpf passt
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